Betrifft DOOMER und die Medien

Einige Anmerkungen zur öffentlichen medialen Berichterstattung zum Thema "Prepperszene". Ein Beitrag aus meiner Preppergruppe bei Facebook:

Hallihallo, liebe Mitleser von Ämtern, Behörden und Diensten jeder Art!

Ja. Wir sind Prepper. Genau. Diese komischen Leute mit einem gewissen Hang zum Sammeln vorwiegend haltbarer Lebensmittel und nützlicher Dinge.

Nein. Wir sind keine staatsfeindlichen Umtriebler, die gern Bürgerkrieg spielen möchten, um möglichst viele Leute töten zu können, deren Meinung uns nicht passt.

Sicher. Es gibt Extremisten unter uns. Ich zum Beispiel. Ich bin ein Prepper der extrem gründlich bei der Vorbereitung auf eventuelle Krisen vorgeht. Ich tue das nicht, weil ich irgendeiner polarisierenden Ideologie folge, sondern weil ich in der Lage sein will, meine Kinder und Kindeskinder im Falle einer Katastrophe zu schützen, zu ernähren und zu unterstützen. Und ich gebe mein Wissen im #AZÜ und #NOK mit gutem Gewissen an jene weiter, die mich danach fragen.

Unsicher. Es ist nicht wahrscheinlich, dass Hilfs- und Rettungsdienste im Falle einer echten Katastrophe in der Lage sein werden, binnen kürzester Zeit überall gleichzeitig ausreichend Hilfe zu leisten. Die Empfehlungen der für diesen Fall zuständigen Ministerien sprechen da eine deutliche Sprache. Ich will die Arbeit der Rettungsdienste nicht übernehmen oder ersetzen. Aber ich nehme mir das Recht heraus, auf meinem Grund und Boden für meine Lieben zu sorgen, bis die allgemeine Versorgung wieder aufgebaut ist.

Deswegen. Ich preppe, um die Sicherheit und Versorgung meiner sozialen Gruppe zu gewährleisten, um nicht die Kräfte der Hilfs- und Rettungsdienste in Katastrophenzeiten unnütz zu binden. Ich lege Vorräte an. Ich bilde mich weiter. Ich lerne, einen Zivilisationsausfall zu kompensieren. Und ich nehme mir das Recht heraus, über Art und Umfang dieser Vorbereitung selbst zu entscheiden. Ich verstoße damit gegen kein Gesetz und ich schränke niemanden dadurch in seiner persönlichen Freiheit ein.

Schluss. Ich erwarte von diesem Staat und seiner freiheitlich-demokratischen Grundordnung, dass er dieses Bürgerrecht auf Selbstversorgung respektiert und mich nicht deswegen unter Generalverdacht stellt, ein Staatsfeind oder gar Terrorist zu sein. Ich vertraue diesem Staat dahingehend, dass er die Geschicke seiner Bürger wohlmeinend lenkt und leitet. Und ich hoffe ernsthaft, dass dieser Staat auch bereit ist, seinen Bürgern dahingehend zu vertrauen, dass diese im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen ihr Schicksal selbst bestimmen.

Also, liebe Staatsorgane, seid so gut und achtet lieber auf diejenigen, die den Staat zerstören wollen, nicht auf diejenigen, die ihn unterstützen.

Clayton Husker.

Clip von Sat1 Screenshot

Ein Epilog zum Thema DOOMER, also exteremistische, radikale, staats- und gesellschaftsfeindliche sog. "Prepper". Diese werden häufig mit ernstzunehmenden Menschen verwechselt, die sich um Krisenvorsorge Gedanken machen. Im Internet findet man diese aggressiven Leute häufig in den Kommentarspalten der sozialen Medien, wo sie gern ihre Abneigungen demonstrativ präsentieren.

Kommentar zu einem Sat1 Videoclip über Clayton Husker von Friedensreych Emc (natürlich ein Fake Profil, ganz professionell), gepostet am 21.08. auf der Fanseite von Sat1 Frühstücksfernsehen [auszugsweise in Klammern], kommentiert. Der (lesenswerte!) Ursprungsthread befindet sich HIER!

Der Kommentator, der im Verlaufe des Threads vollkommen hohl dreht und Clayton Husker vorher geblockt hat, damit er die Kommentare nicht lesen kann (klar: Spuren verwischen, ganz wichtig), ist ein typischer Vertreter der Doomer-Szene. Zunächst demonstriert er plastisch den Dunning-Kruger-Effekt, um dann seine eigene Furcht in Worte zu kleiden.

[Allein durch seine Antwort hat er die Bezeichnung "Spinner" eindeutig verdient, weil er gezeigt hat, dass er keinen wirklichen Plan hat, sondern sich einfach nur mal darstellen wollte, was er dann aber noch auf lächerliche Weise getan hat - man muss auch nichts weiter von einer Person wissen, sondern kann sich, gerade in diesem Fall, rein auf diese Darstellung beziehen, was eigentlich auch jedermann klar sein sollte.]

Wer hat es nötig, sein Gegenüber erst einmal als „Spinner“ und inkompetent darzustellen? Jemand, der selbst Kompetenz besitzt? Das habe ich anders kennengelernt. Bedauerlich, dass es mit dem Kommentator nicht zu einem fruchtbaren Informationsaustausch kam, aber das war von ihm wohl auch nicht beabsichtigt.

[Das Gebäude ist nicht geeignet, um sich wirklich effektiv gegen Eindringlinge zu wehren, was schon daran ersichtlich ist, dass mindestens ein Lagerraum ein Fenster hat.]

In diesem Absatz fällt die Maske des Doomers bereits.- Ein angsterfüllter, von abstrakten Fantasien getriebener Charakter, der nichts mehr fürchtet, als dass ihm jemand seine Vorräte wegnehmen könnte. Zur Erläuterung: Keiner meiner Lagerräume besitzt Fenster. Das hat der Mann herbeifantasiert. Richtig ist: Ich lebe mit meinen Kindern nicht in einem Atombunker.

[Zweitens ist außerhalb gelagertes Wasser, selbst wenn es Brauchwasser ist, aus den von mir genannten Gründen sinnfrei, weil manipulierbar und weil diese Art von Tank auch leicht zerstörbar ist - dann noch die Tatsache, dass viele der Konserven ungeeignet sind, weil sie zur Zubereitung Energie benötigen, oder, um mal ein Beispiel zu nennen, weil man manche Dinge nicht dauerhaft im Glas lagert, sondern in Dosen, denn nicht nur Wärme verändert Lebensmittel, sondern auch Licht.]

Diese Profilierung soll offenbar Fachkenntnis suggerieren. Natürlich sind Tanks „manipulierbar“. Aber jemanden, der nicht in einem Angstszenario leben muss, kümmert das wenig, weil er nicht hinter jeder Hausecke einen Aggressor vermuten muss. Man kann Dinge nicht dauerhaft in Glas lagern? Das sieht die Firma Weck (oder auch Rex) aber anders. Dem Kommentator ist offenbar entgangen, dass der gezeigte Lagerraum unterirdisch, fensterlos und klimatisiert ist. Im Grunde dient das Geschriebene hier auch der Profilierung und der Herabwürdigung des Gegenübers.

[Der Hauptpunkt aber ist, dass es lächerlich ist, sich selbst als "Prepper" zu bezeichnen und sich für einen bestimmten Fall vorzubereiten, dann aber an die Öffentlichkeit geht und somit anderen Leuten auch noch zeigt, wo sie in genau diesem Fall Wasser und Lebensmittel finden werden - genau so etwas tun nur Spinner.]

Und hier kommen wir an den Punkt, der mir am meisten Sorge bereitet. Sinngemäß sagt der Doomer: Wer mit anderen über das Preparing redet, ist gar kein richtiger Prepper, sondern ein Spinner, weil man ja Rückschlüsse auf den Ort der Lagerung ziehen kann. Genau das ist es, was diese Doomerszene so treffend beschreibt: Diese absolute Paranoia! Ich frage mich, ob ein solcher Mensch wirklich bereit wäre, jemandem in Not zu helfen? Oder würde er nur eine Falle vermuten und denken, man will ihn berauben? Vielleicht ein Hinterhalt? Dieser „Paranoid-Prepper“ kommt gar nicht auf die Idee, dass hinter dieser Medienkampagne eine Botschaft steckt, er gleicht das Gesehene mit den Gespinsten seiner Hysterie ab und schlägt Alarm. Solche Leute sind gefährlich, denn sie sind wie ängstliche Hunde.

[Seien Identität ist bekannt, somit auch seine Adresse, über diese Adresse wiederum kommt man ganz leicht an alle anderen "Liegenschaften", so welche vorhanden sind oder anders gesagt: Selbst wenn er den "Bunker" nicht auf dem Grundstück stehen hat, auf dem er auch wohnt, ist es leicht, herauszufinden, wo das Ding steht und mit einem Gesicht wie diesem wird man auch leicht wiedererkannt, sodass man ihm auch einfach folgen könnte.]

Ja, die Angst vor Verfolgung, vor der Offenlegung der eigenen Geheimnisse erschüttert den Doomer permanent und nachhaltig. Wer in einer solchen Furchtblase leben muss, für den hat das Leben nicht viel Gutes zu bieten. Der Mann kann einem eigentlich leid tun, wenn er nicht diese asozialen Tendenzen zeigen würde, die ihn im Ernstfall zu einer Gefahr werden lassen.

[Echte Prepper würden sich nie auf diese Weise darstellen, outen und vor allem nicht solch sinnlose Ansätze wählen, zumal es im Netz ausreichend "Anleitungen" dafür gibt, wie man es richtig macht. Im Gegensatz zu diesem Spinner weiß ich, wovon ich spreche und zwar in jedem genannten Detail.]

Der „echte Prepper“ ist nach dieser Definition also ein von Verfolgungswahn getriebener, misstrauischer Eigenbrötler (sic!), der nie über sich selbst spricht, die Öffentlichkeit meidet, sich permanent gegen fiktive Bedrohungen zur Wehr meint setzen zu müssen und der keine Konserven isst, weil man die warm machen muss. Er verachtet jeden, der eine andere Ansicht vertritt und beschützt seinen „Bunker“ mit allem, was er hat. Genau das sind die Leute, die in einer ernsthaften Krise vollkommen unnütze Teile der Notgemeinschaft sind. Sie wollen nicht helfen, sie drücken die Köpfe der anderen unter Wasser, um nach Luft zu schnappen.

Wenn DAS Prepper sind, dann hat er recht, dann bin ich kein Prepper, sondern nur irgendein Typ, der ein paar Dosen im Schrank hat. Aber wenigsten muss ich nicht die Krise herbeisehnen, um mich profilieren zu können. Das gelingt mir nämlich auch ganz gut durch meine Arbeit. Ich muss meinen Kindern nicht beibringen, sich zu fürchten, ich lehre sie, sich des Lebens zu erfreuen.

  • Neulich fragte mich ein Reporter: „Was ist, wenn gar keine Krise kommt?
  • Ich antwortete ihm: „Dann habe ich ein gutes Leben gelebt.
  • Der Reporter: „Und die ganzen Vorräte?
  • Antwort: „Der beste Vorrat ist der, den man nie braucht, denn dann ist die Welt in Ordnung.

Das letzte Wort soll der anonyme Superdoomer ... äh -prepper haben, der an einen Forumteilnehmer schrieb. Eigentlich kann man seine Worte unumwunden zurückgeben:

doomer

#iprep - STATEMENT von Clayton Husker

Aus gegebenem Anlass fühle ich mich genötigt, im Nachgang zum Sat1 Beitrag und insbesondere den Userkommentaren auf der Facebook-Fanseite eine Stellungnahme abzugeben.

Im Kommentarthread fällt unter alle Usern ein Nick besonders auf, das ist der Schattenuser "Friedensreych Emc" aka "Horst Strunk". Dabei handelt es sich um Fake-Profile eines sogenannten Doomers, das sind Menschen, die sich nicht nur auf Krisen vorbereiten, sondern diese letztlich sogar herbeisehnen. Ich möchte betonen, dass dieser Personenkreis von Preppern ausgesprochen distanziert betrachtet und nicht zu Unrecht vom Verfassungsschutz beobachtet wird.

Ich habe grundsätzlich kein Problem damit, wenn sich jemand über mich lustig macht, weil ich klein, untersetzt und schon etwas älter bin. Ich kann hervorragend über mich selbst lachen. Was mir allerdings Sorgen macht, sind Aussagen, die von der besagten Person an mehrere Forumteilnehmer gesandt wurden, wie:

+ Das Gebäude ist nicht geeignet, um sich wirklich effektiv gegen Eindringlinge zu wehren, ...
+ Seien Identität ist bekannt, somit auch seine Adresse, über diese Adresse wiederum kommt man ganz leicht an alle anderen "Liegenschaften", ...
+ Selbst wenn er den "Bunker" nicht auf dem Grundstück stehen hat, auf dem er auch wohnt, ist es leicht, herauszufinden, wo das Ding steht und mit einem Gesicht wie diesem wird man auch leicht wiedererkannt, sodass man ihm auch einfach folgen könnte.
+ Ein Gutes hat es, wenn Spinner wie ihr sich so vorbereiten, wie es klein Clayton gezeigt hat, denn ihr überlebt einen solchen Notfall definitiv nicht, aber meine Familie und ich definitiv.
+ Überleben ist gesichert, denn ich weiß, wie man es richtig macht und im Gegensatz zu Spinnern wie euch kann ich mir die entsprechenden Gerätschaften auch leisten und muss nicht halbgare, unsinnge Ansätze verfolgen.
+ ... es freuen sich eher die Leute, die ihn darin finden, wenn er verreckt ist, weil es eben nix gebracht hat, denn die nehmen den Rest dann gerne mit.
+ Wer sich wirklich rüsten will, der lagert Lebensmittel ein, die ...
+ Was nutzt einem die Schrotflinte, wenn man, so wie du, zu blöd ist, damit umzugehen, oder wenn jemand mit einem Gewehr kommt, dass eine deutliche höhere Reichweite hat?

Solche Textbausteine finden sich grundsätzlich bei den Doomern, deren Hauptaugenmerk nicht darauf liegt, eine durch die Krise geschwächte oder beschädigte Gesellschaft durch Hilfe und Unterstützung zu stabilisieren, sondern die einzig ihr eigenes Überleben im Blick haben und gegebenenfalls noch das ihrer biologischen Nachzucht. Ein solches Verhalten ist in höchstem Maße asozial und durchweg verabscheuungswürdig.

Natürlich lebe ich mit meinen Kindern nicht in einem Atombunker und ich bereite mich weder auf einen thermonuklearen Schlagabtausch noch auf den Weltuntergang durch kosmischen Steinschlag oder Megatsunamis vor. Ich rate das auch niemandem, ebensowenig wie ich jemandem raten würde, sich durch Plünderung Vorteile zu verschaffen. Ich bereite mich - im Gegensatz zu den Doomern - auf realistische Krisenszenarien vor, nämlich Stromausfall, Starkwetterereignis und andere händelbare Lagen. Und ich bin ein Aldi-Prepper, ich versuche, mich durch handelsübliche Waren und Güter auf Krisen vorzubereiten, wie es jeder normale Mensch tun sollte. Das bedeutet aber nicht, dass ich mein Zuhause in eine Festung verwandeln muss. Das müssen nur Leute tun, die ein erbarmungswürdiges Dasein in Angst fristen, so, wie es bei dem hier exemplarisch benannten Doomer offensichtlich der Fall ist.
Sein dringender Wunsch, sich über alle anderen zu erheben und sein angeblich spezialisiertes Wissen öffentlich in Andeutungen kundzutun spricht Bände über die zu vermutende psychische Verfasstheit dieser Person, deren Gedanken sich nur um Waffen, Plünderung und Tod drehen.

Prepper jedoch sollten sich durch Mitgefühl, Sozialkompetenz und Hilfsbereitschaft auszeichnen, das ist einer der Hauptgründe, warum ich in Kooperation mit dem #AZÜ Seminare abhalte und warum ich in der Öffentlichkeit über dieses Thema spreche. In einer Krise brauchen wir keine Einzelkämpfer, die den Kopf der anderen unter Wasser drücken, um selbst nach Luft zu schnappen.

Clayton Husker
www.iprep.legal

 

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